Auf Wiedersehen, Kanada!

Dienstag, 15.04.2014

Hallo meine Lieben,

nach meinem letzten Blogeintrag habe ich noch fünf Tage auf der Farm in Duncan verbracht. In der Zeit haben wir es geschafft, alle Pflanzen im Gewächshaus und im Außenbereich umzutopfen. Das war schon eine ganze Menge Arbeit und wir waren Beide sehr froh, dass wir es geschafft haben.
Einen der Tage haben wir dann auch noch im Rhododendron Park in Lake Cowichan verbracht und dabei geholfen, die Rhododendrons dort zu beschneiden und zu düngen. Beim Anlegen des Parks hat die Besitzerin der Farm bei der Planung geholfen und da sie auch Mitglied im Rhododendron Verein ist, war es natürlich selbstverständlich, dass sie bei der Pflege des Parks behilflich ist.
Am Samstag war meine Zeit auf dieser Farm dann aber auch schon wieder vorbei. Ich hatte dort eine sehr schöne Zeit, habe mich mit der Frau recht gut verstanden und ich habe viel gelernt. Ich war schon ein wenig traurig, dass ich gehen musste. Aber es ging ja nicht anders.
Also bin ich gegen Mittag nach Vancouver gefahren, wo mich gleich eine Überraschung erwartete. Dank eines Buchungsfehler ist aus meinem Bett im 4-Bett-Zimmer ein Einzelzimmer zum gleichen Preis geworden. Also stand dem ungestört Schlafen ja zumindest bei diesem Hostelaufenthalt nichts im Wege. Die zwei Tage die ich noch in Vancouver verbracht habe waren ziemlich unspektakulär. Ich bin sehr viel durch die Gegend spaziert und habe noch ein paar Besorgungen und Dinge erledigt, z.B. das Kündigen meines Bankaccount etc.
Meine Meinung von Vancouver hat sich in dieser Zeit allerdings nicht verändert. Ich finde diese Stadt immer noch sehr unspektakulär. Irgendwie habe ich überhaupt kein Gefühl für diese Stadt entwickeln können - aus welchem Grund auch immer. Naja, man kann ja nicht jede Stadt auf der Welt toll finden. ;)
Heute (Dienstag) geht es für mich zum Flughafen und dann zurück nach Deutschland.

  Canada Place     


Ich hatte hier in Kanada eine sehr tolle Zeit, die vor allem unheimlich schnell vorbei ging. Es waren sieben Monate, die mir so viel kürzer vorkamen. Ich habe so viele Sachen erleben und sehen dürfen. So viel gelernt, vor allem auch über mich. Und ich habe unglaublich nette und liebenswerte Menschen getroffen, die noch ganz lange in meinem Kopf und in meinem Herzen bleiben werden. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar. Kanada ist einfach ein atemberaubendes Land. Um nichts in der Welt möchte ich diese Zeit missen.

Das war er also, mein letzter Blogeintrag. Ab jetzt wird auf diesem Blog nichts weiter passieren. Ich freue mich, dass ihr mir so fleißig gefolgt seid und ich freue mich besonders, dass ich so viele liebe Worte und Kommentare zugeschickt bekommen habe.

 

Marie

Der Frühling ist da!

Montag, 07.04.2014

Hallo meine Lieben,

 

ich topfe immer noch fleißig Pflanzen um und irgendwie werden es nicht weniger. Ich glaube, ich werde damit nie fertig. So, so viele. Ihr seht also, meine Aufgaben haben sich nicht verändert. Spektakulär ist das nicht wirklich, aber immerhin lerne ich ein bisschen was.

Mein Arbeitspaltz Haus Cabin - mein Schlafplatz

Am Montag sind wir nach Viktoria gefahren und haben dort neue Blumentöpfe und ganz viel Blumenerde besorgt. Wenn ich sage ganz viel, dann meine ich auch ganz viel - um genau zu sein waren es neun 30kg-Säcke. Jetzt ist erst mal wieder genug Erde da, um die nächsten Blümchen, Sträuchlein und Bäumchen umzutopfen. Von den Töpfen haben wir die meisten aber schon wieder benutzt, sodass wir am Montag schon wieder nach Victoria müssen.
Danach waren wir noch im Restaurant vom Parlament Mittagessen, was wirklich sehr lecker war und sind dann noch ein bisschen durch die Stadt und durch den Beacon Hill Park spaziert, der wirklich sehr schön aussah. Denn im Gegensatz zum letzten Mal haben jetzt die ganzen Blumen geblüht und es so schön bunt.

  Red Braested NuthatchPfau im Beacon Hill Park  Schildkröten im Beacon Hill Park

Ein paar Tage später haben wir dann noch eine kleine Wanderung am Marie Canyon unternommen. Ja, es gibt einen Canyon, der so heißt wie ich. Warum hab ich nicht schon beim letzten Mal etwas davon gehört? Die Wanderung war ganz schön. Auch wenn mir die Wege teilweise ein bisschen zu eng und zu nah am Abhang waren.

Skunk Cabbage (Übersetzung: Stinktierkohl)

Marie

 

Zurück auf der Insel

Montag, 31.03.2014

Hallo meine Lieben,

 

wie ihr euch wahrscheinlich schon gedacht habt, bin ich wieder zurück in Kanada. Was ihr aber noch nicht wisst ist, dass ich nicht nur zurück in Kanada, sondern auch zurück auf Vancouver Island und sogar zurück in Duncan bin. In Duncan war ja die erste Farm, auf der ich gearbeitet habe. Dort bin ich allerdings nicht wieder. Dieses Mal bin ich als Helferin in einer Art Gärtnerei. Hier helfe ich einer sehr netten alten Dame, die auch aus Deutschland kommt. Das habe ich jedoch erst festgestellt, als ich schon hier war. :) Nach all den Tieren wollte ich zur Abwechslung auch mal etwas anderes lernen und da hat sich eine Gärtnerei sehr gut angeboten.
Bis jetzt war das Wetter ziemlich bescheiden, fast jeden Tag hat es geregnet und so haben wir die meiste Zeit im Gewächshaus verbracht. Dort haben wir Pflanzen über Pflanzen umgetopft und schon für den Verkauf, der im Mai beginnt, fertig gemacht. Das nimmt ziemlich viel Zeit in Anspruch, sodass wir nach 4 Tagen Arbeit noch nicht einmal die Hälfte geschafft haben. Aber es geht vorwärts. Die anderen beiden Tage war das Wetter Gott sei Dank ein wenig gnädiger zu uns und es blieb trocken. Also ab in den Garten und die Bete für das Frühjahr und das Bepflanzen vorbereiten. Das heißt kurz gesagt, dass wir unheimlich viel Unkraut gejätet haben. Aber wir haben auch schon ein paar Pflanzen gesetzt. Die ersten Primeln haben ihren Weg in die Erde gefunden, ebenso wie drei Büsche, darunter zwei Rhododendron. Ja, ich habe meine ersten Büsche gepflanzt. Und meine ersten Kartoffeln. Das darf man natürlich nie vergessen.

Neben all der Arbeit hat es uns dann aber doch einmal in die „Ferne“ gezogen. Wir sind nach Chemainus gefahren und haben dort einen Nachmittag damit verbracht, uns die Wandbilder anzusehen, die sich durch die gesamte Ortschaft ziehen. Teilweise waren die wirklich schön anzusehen und es war interessant, da diese Bilder Szenen darstellen, die die Geschichte des Ortes betreffen.

Ein kleines Bisschen Pipi Langstrumpf ;) Theater Guck mal wer da guckt! :)    


Von dem Gelände selbst habe ich es leider noch nicht geschafft Fotos zu machen, da es, wie schon erwähnt, auf Grund des schlechten Wetters kaum möglich war. In den nächsten Blogeinträgen werde ich euch die Umgebung dann aber probieren zu zeigen. Bis dahin müsst ihr euch noch ein wenig gedulden.

 

Marie

Seattle

Donnerstag, 27.03.2014

Hallo meine Lieben,

 

nach 22 Stunden Zugfahrt bin ich am Freitag gegen 20 Uhr in Seattle angekommen. Die Zugfahrt war recht angenehm. Die Sitze waren schön groß und bequem und vor allem gab es mal genug Platz für meine Beine. Die Zeit im Zug verging erstaunlicher Weise auch ziemlich schnell, was ich so nicht erwartet hätte und der Ausblick war natürlich unglaublich schön. Wir sind nicht nur durch Wälder und an großen Seen vorbeigefahren, sondern auch an unheimlich vielen kleinen Ortschaften.
Aber wie gesagt, ich bin Abends in Seattle angekommen und musste mich dann erst mal auf den Weg in mein Hostel machen, was ganze anderthalb Stunden gedauert hat. Das lag weniger daran, dass das Hostel so weit weg gewesen wäre, sondern dass mir niemand helfen konnte den richtigen Bus zu finden und mir dann auch noch ein Bahnmitarbeiter ein Zimmer im Hostel seiner Familie andrehen wollte. Naja, ich hab es dann ja doch noch geschafft und mich dann auch gleich schlafen gelegt, denn so bequem der Sitz im Zug doch war, schlafen konnte ich da trotzdem nicht wirklich.

Am nächsten Morgen musste ich mir dann erst mal überlegen, was ich denn überhaupt machen möchte. Bis auf die Space Needle war meine Liste nämlich noch komplett leer. Also ran an den Computer und ein wenig im Internet stöbern. Nach einer Weile habe ich dann meine Sachen gepackt und mich auf den Weg zur Space Needle gemacht. Auf dem Weg dorthin bin ich eher ungewollt im Besucherzentrum der Bill and Melinda Gates Fundation gelandet. Eigentlich wollte ich nur eine Karte von Seattle haben und bin einfach in das Gebäude spaziert, da dort ganz groß Visitor Center auf der Wand stand. Dass es das Besucherzentrum zur Stiftung war, hab ich einfach mal gekonnt übersehen. Tja, wer lesen kann ist klar im Vorteil. Trotzdem hab ich mich dort dann ein wenig genauer umgesehen. Eigentlich war das Ganze recht schön gestaltet und aufbereitet. Da es mich aber doch weniger interessiert hat, ging es recht schnell weiter. Dieses Mal direkt zum geplanten Ziel. 15 Minuten für die Karte angestanden und 10 Minuten am Aufzug gewartet und schon bin ich nach einer 42 Sekunden langen Fahrt oben angekommen und hatte einen guten Blick über die Stadt, den ich auch eine Weile genossen habe. Das mit dem genießen stellte sich allerdings als gar nicht so einfach raus, da ich alle zwei Minuten danach gefragt wurde, ob ich nicht ein Bild von jemanden machen könnte.

Space Needle Blick über Seattle

Um dem Ganzen dann aus dem Weg zu gehen, hab ich mich doch wieder auf den Weg nach unten gemacht und bin gleich darauf ins Chihuly Garden and Glass Museum gegangen. Das habe ich zusammen mit dem Ticket für meinen Besuch auf der Space Needle gekauft. Im ganzen Museum waren, wie der Name sicherlich schon vermuten lässt, Glasskulpturen aufzufinden. Teilweise waren die auch richtig toll gemacht und ich hab hier wirklich viel Zeit verbracht. Denn neben den Räumen gab es auch noch - und wer hätte das jetzt erwartet - einen Garten voll mit Glasskulpturen. Richtig schön und vor allem richtig schön bunt :)

   

Später wollte ich noch ins EMP (Experience Music Project), allerdings musste ich das doch auf den nächsten Tag verschieben, da dieses Museum schon um fünf geschlossen hatte. Also habe ich dann noch einen ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt unternommen.



Am nächsten Morgen machte ich mich direkt auf den Weg zum EMP. Dieses Museum ist an und für sich richtig cool. Leider konnte ich einige Ausstellungen nicht sehen, da an diesem Wochenende eine Veranstaltung in dem Gebäude stattfand und die Räume deshalb für andere Zwecke genutzt wurden. Trotzdem hat sich das Geld wirklich gelohnt. Die Ausstellungen über Nirvana und Jimi Hendrix waren wirklich gut gemacht und toll aufbereitet. Auch die Gitarren-Galerie habe ich mir angesehen und im oberen Stock war dann ein riesiges Tonstudio aufgebaut, in dem man alle möglichen Instrumente spielen konnte und sich sogar mal als Tontechniker am Mischpult ausprobieren durfte.

EMP

Nach einiger Zeit war ich dann auch mit diesem Teil des Museums fertig und hab mich in Richtung Pike Place Market aufgemacht. Dort war es ziemlich voll, aber auch sehr interessant. So viele verschiedene Dinge die hier verkauft wurden. Im Marktgebäude habe ich es jedoch nicht lange ausgehalten. Es war ziemlich voll und hat sehr nach Fisch gerochen. Nicht mein Wunschort. Also zurück auf die Straße, wo ich schon von weitem eine ca. 6 m lange Schlange auf der Straße sehen konnte. Neugierig, wofür es sich genau lohnt solange zu warten, hab ich mich dann diesem Geschäft genähert und durfte erkennen, dass es ein Starbucks war. Zugegeben - Es war nicht irgendein Starbucks. Es war das erste Starbucks weltweit. Aber trotzdem verstehe ich nicht ganz, warum genau man sich 30-40 Minuten für einen Kaffee anstellt, wenn doch die ganze Straße voll mit kleinen Cafés ist und eine Straße weiter zwei andere Starbucks zu finden sind. Ein wenig verwirrt von dieser Tatsache habe ich mich kurz darauf auf die Suche nach der Gum Wall gemacht. Ja, das ist wirklich eine Wand, an der lauter Kaugummis kleben und vor der ebenfalls sehr viele Menschen standen, die sich gegenseitig dabei ablichteten, wie sie diese Mauer mit einem weiteren Kaugummi bestückten.

Pike Place Market Gumwall

Genug von all den Menschen habe ich mich hinterher für eine Stunde in den Bus gesetzt. Es ging in den Greenwood Memorial Park. Das hört sich erst mal spektakulär an, ist es aber gar nicht. Um genau zu sein, ist es ein stinknormaler amerikanischer Friedhof, wie ich feststellen durfte, als ich dort ankam. Warum das aber doch ok war und warum ich da überhaupt hingefahren bin, ist eigentlich recht simpel. Ich wollte das Jimi Hendrix Memorial, das gleichzeitig auch seine Grabstätte ist, sehen. Dies ist ein Pavillon, in dem Bilder von ihm und auch einige Songtextstellen eingraviert sind. Auch hier kann ich nur sagen, dass es recht schön gestaltet ist. Und nach all dem Trubel, war es dann doch mal ganz schön, ein wenig Ruhe zu haben.

Jimi Hendrix Memorial Jimi Hendrix Memorial

Das war er also mein letzter Tag in Seattle und auch mein letzter Tag in den USA.

 

Marie

San Francisco

Sonntag, 23.03.2014

Hallo meine Lieben,


endlich war ich mal in einer Stadt, in der kein Schnee liegt. Glaubt es mir oder nicht, aber nach vier Monaten hatte ich dann doch genug davon. Wir sehen jetzt einfach mal davon ab, dass die Chancen, dass in San Francisco Schnee liegen würde, doch recht gering waren und freuen uns über das wunderschön sonnige und warme Wetter, das ich dort durchgängig hatte.

Dieses Mal war ich als Obertourist unterwegs. Was das heißt? Tja, ich hab mir nicht nur alle möglichen Sehenswürdigkeiten angesehen, ich hab mir auch noch ein 48h-Ticket für eine
Hop-on-Hop-off Stadtrundfahrt besorgt. Aber sagt man nein, wenn man das zum Sonderpreis von seinem Couchsurfinghost, der bei diesem Unternehmen arbeitet,angeboten bekommt? Ich zumindest nicht! ;)

Nach dem ich mich also an meinem ersten Tag ewig am Hafen herumgetrieben habe und auch einige Zeit damit verbracht habe, das Pier 39 und die dazugehörigen Seelöwen zu erkunden, hab ich mich in einen dieser vielen Busse gesetzt und erst mal eine komplette Tour gemacht, damit ich einen kleinen Eindruck von dieser Stadt bekomme, der von vorneherein sehr positiv ausgefallen ist.
Ich bin an sehr vielen schönen Orten und Sehenswürdigkeiten vorbeigekommen und habe mir auf meiner Karte, die Stellen, die ich mir später genauer ansehen wollte, fleißig mit kleinen Kreuzen markiert. Für mehr hat es an diesem Tag dann aber auch nicht mehr gereicht. Am frühen Abend hab ich mir dann Fisherman's Wharf angesehen und die letzten Sonnenstrahlen genossen.

Bay BridgePier 39 Seelöwen am Pier 39

Neuer Tag, neue Vorhaben. Überall wo angekreuzt wurde, bin ich auch ausgestiegen. Naja, fast überall. Spontan hab ich mich dann doch noch umentschieden und ein paar Sachen übersprungen. So hab ich eine ganze Weile im Financial District gesessen und Leute und die Umgebung beobachtet.


Nach einiger Zeit ging es dann weiter zum Alamo Square, einem Stadtteil und Park von San Francisco, der vor allem für seine schönen und bunten viktorianischen Häuser bekannt ist.
Gleich danach ging es weiter in den nächsten Stadtteil - nach Haigh-Ashbury, der auch als Hippie-Stadtteil bekannt ist. Hier haben viele bekannte Musiker gelebt. Unter anderem Janis Joplin, Jimi Hendrix und Jefferson Airplane. Auch heute kann man da noch viele Hippies finden. Allgemein ist der ganze Stadtteil sehr alternativ geprägt und gespickt mit vielen kleinen und teilweise sehr verrückten Läden, in denen man Stunden verbringen kann.

Financial Distirct Brunnen im Financial DistrictCity Hall  Viktorianische Häuser am Alamo Square Viktorianische Häuser am Alamo Square The 7 Painted LadiesHaight-AshburyHaight-Ashbury   Jimi Hendrix-Haus

Nach einer kleinen Pause im Golden Gate Park ging es dann weiter zur Golden Gate Bridge, über die ich dann auch gelaufen bin. Zumindest von San Francisco nach Marin County. Zurück hab ich dann wieder den Bus genommen, da ich am Abend an der Night Tour durch San Francisco teilnehmen wollte. Bei meinem kleinen Spaziergang hab ich mir viel Zeit gelassen und mich in Ruhe umgeschaut. Das war wohl auch der Grund, warum ich insgesamt 40 Minuten von der einen auf die andere Seite gebraucht habe. Am Vista Point angekommen, hatte ich noch einmal eine wirklich tolle Aussicht auf San Francisco und die Brücke, die ich bei diesem tollen Wetter und bei strahlendem Sonnenschein genießen konnte. Das war wirklich schön.

Golden Gate Bridge Golden Gate Bridge Golden Gate Bridge Blick auf San Francisco Alcatraz

Danach habe ich mich dann auf den Weg zur Night Tour gemacht. Dort angekommen, hab ich erst mal einen kleinen Schock bekommen. So viele Leute standen da. Also hieß es auch für mich warten, denn Gott sei Dank gab es zwei Touren. Das lange Rumstehen hat sich am Ende dann aber doch gelohnt. Bei Nacht sind wir durch die Stadt gefahren und konnten uns die schön beleuchteten Häuser etwas näher ansehen. Zum krönenden Abschluss ging es für uns dann über die Bay Bridge nach Treasure Island, von wo aus man einen fantastischen Blick auf das wunderschön leuchtende San Francisco hatte.

Blick auf San Francisco bei Nacht

Dann stand auch schon der letzte Tag vor der Tür. Nachdem mein Gepäck sicher an der Busstation verstaut war, von wo aus ich später zu meinem Zug gefahren bin, ging es für mich direkt zur nächsten Station. Denn was muss man in San Francisco neben der Golden Gate Bridge natürlich noch machen? Genau, einmal mit einer Cable Car fahren. 6$ hat mich der Spaß gekostet und insgesamt 20 Minuten musste ich warten, denn auch hier hat mich eine relativ lange Schlange erwartet. Dann ging es los. Quietschend hat sich der Wagen dann von Fisherman's Wharf über den Berg zur Market Street bewegt. Es war schon recht lustig mal mit so einer Cable Car zu fahren und sich mit den Leuten dort zu unterhalten.
Danach ging es dann weiter vom Union Square zurück nach Haight-Ashbury. Dort hat es mir so gut gefallen, dass ich dort noch einen zweiten Stopp eingelegt habt und einmal durch alle Geschäfte gezogen bin. Das hat schon ein Weilchen gedauert, war aber auch sehr interessant und spannend.
Den letzten Punkt auf meiner Liste habe ich danach auch noch abgehackt. Es ging nach Chinatown. Endlich auch mal die von San Francisco. Wirklich von den anderen unterschieden hat es sich nicht, aber trotzdem hat es sich gelohnt auch hier noch ein kleines bisschen Zeit zu verbringen.

China Town

San Francisco ist wirklich eine sehr schöne Stadt, in die ich unbedingt noch einmal zurückkehren muss. Nicht einmal die Hälfte von dem, was ich mir vorgenommen habe, habe ich letztendlich auch geschafft. Dafür sind aber viele neue Sachen hinzugekommen. Man bleibt hier einfach an fast jeder Ecke hängen und so war es nicht verwunderlich, dass ich so viel dann doch nicht gesehen habe.
Den Abend hab ich dann am Ferry Building verbracht, bis mich um 9 Uhr mein Bus zum Bahnhof abgeholt hat, von wo aus ich nach Seattle fahren wollte.

Ferry Building

Marie

Washington

Donnerstag, 20.03.2014

Hallo meine Lieben,

nach New York ging es für mich nach Washington.
Dort angekommen, habe ich auch gleich mein Hostel bezogen. Da ich recht kurzfristig gebucht habe, hatte ich leider keine sonderlich große Auswahl mehr was Unterkünfte angeht. Eigentlich hatte ich bei diesem Hostel ein recht gutes Gefühl, aber um ehrlich zu sein: Es war schrecklich. Ich durfte mir ein Zimmer mit 13 anderen Leuten teilen, die fast durchgängig unhöfliches und rücksichtsloses Verhalten an den Tag gelegt haben. Die Zimmer sahen überhaupt nicht aus, wie im Internet beschrieben und gezeigt und es waren noch nicht einmal Schließfächer vorhanden. Naja, es war ja nur zum Schlafen.
Die meiste Zeit habe ich ja eh Draußen verbracht. Was zumindest die ersten zwei Tage absolut kein Problem war, da das Wetter wirklich super warm war. Einer der Gründe warum ich vollständig auf Busse und Bahnen verzichten konnte. Washington kann man wirklich gut zu Fuß erkunden, wenn es das Wetter zulässt.

Am ersten Tag habe ich erst mal alle möglichen Denkmäler angesehen und davon gibt es in dieser Stadt wirklich sehr viele. Auf dem Weg von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hatte ich dann die Chance einem Jugendorchester, das vor dem Lincoln Memorial gespielt hat und einigen Rappern zuzuhören.

Washington Monument Martin Luther King Memorial Lincoln Memorial Jefferson Memorial II World War Memorial Franklin Delano Roosevelt Memorial Vietnam Veterans Memorial Korean Veterans Memorial Chinatown Alte Post Rathaus

Vorher ging es aber noch zum weißen Haus, das überall von Polizeiwagen umzingelt war. Auf den Dächern drumherum waren Scharfschützen positioniert. Dafür, dass die sich den ganzen Tag so gut verstecken müssen, machen die dann aber schon eine ganz schön auffällige Wachablösung. Alles in allem ist es da also sehr abgesichert und teilweise fühlt man sich da schon etwas unwohl. Das hat aber nichts daran geändert, dass ich relativ lange dort „rumgeschlichen“ bin und am Ende sogar den „First Dog of the Nation“ gesehen hab. Ja, ihr habt richtig gelesen: Obamas Hund! Das war wohl das Spannendste, was ich in meiner Zeit dort gesehen habe. Alles in allem finde ich Washington nämlich ziemlich unspektakulär. Sieht halt exakt so aus wie auf den Bildern und im Fernsehen. Hat man es da gesehen, dann sollte man nicht mit allzu viel Unbekanntem rechnen.

Das weiße Haus von vorne und hinten Drachen steigen lassen gegenüber vom Weißen Haus

Samstag ging es für mich dann ins Kapitol. Nachdem alle Taschen kontrolliert waren, habe ich dort an einer geführten Tour teilgenommen. Alleine darf man da nämlich nicht rumlaufen. Schon ein wenig nervig, dass man, egal wo man hier ist, unter ständiger Überwachung steht und sich unzähligen Sicherheitskontrollen unterziehen muss. Selbst wenn man Gebäude verlässt!!!
Trotzdem war das Kapitol wirklich sehenswert, da es ein wirklich sehr schönes und interessantes Gebäude ist.
Kurz darauf hat es mich dann in die Library of Congress gezogen. Hier war ich vor allem von der Deckenbemalung begeistert und konnte meine Augen kaum davon abwenden. Mit den ganzen Ausstellungen, die dort zu finden sind, kann man da schon mehrere Stunden verbringen. So ist es dann auch passiert. Am Nachmittag habe ich das Gebäude dann verlassen und mich nach einem langen Spaziergang durch die Stadt wieder zurück zum Hostel begeben.

Kapitol von außen und die Bemahlung der Kuppel von Innen. Kapitol von Innen Library of Congress

Da ich wusste, dass das Wetter am Sonntag etwas schlechter werden sollte, habe ich mir diesen Tag als Museumstag aufgehoben. Gezogen hat es mich hierbei in das Smithsonian Museum of American History. Ein wirklich schön aufbereitetes Museum mit vielen interessanten Ausstellungen. Leider hatte ich nicht genug Zeit mir jede davon anzusehen, da ich erst gegen Mittag dort ankam. Davor bin ich nämlich über die St. Patricksday Parade gestolpert. Leider habe ich diese zur Hälfte verpasst, da ich überhaupt nicht wusste, dass sie an diesem Tag ist. Ich bin davon ausgegangen, dass sie am St. Patricksday stattfindet und nicht schon einen Tag vorher. Interessant und lustig war es trotzdem.

Ein kleiner Einblick in die Parade

Zurück im Hostel hab ich dann meinen Rucksack neu gepackt und alles für den nächsten Tag vorbereitet. Da musste ich nämlich zum Flughafen. Von dort bin ich am Montag nach San Francisco geflogen. Gut nur, dass ich für die Anreise zum Flughafen genug Zeit eingeplant hatte. Über Nacht hat es nämlich geschneit. Nicht wirklich viel, aber trotzdem war ganz Washington aufgeschmissen. Es sind nur noch die Hauptlinien der U-Bahn gefahren und von den Bussen müssen wir gar nicht erst anfangen. Wie kommt man dann also ohne Auto zum Flughafen? Man muss das ziemlich teure Flughafenshuttle, welches direkt vom Flughafen gestellt wird, nehmen. Mir blieb ja nichts anderes übrig und billiger als ein Taxis war es allemal. Nach 2,5 Stunden bin ich dann am Flughafen angekommen und Gott sei Dank war mein Flug einer der wenigen die nicht gestrichen wurden. Glück gehabt. Also eingecheckt, in den Flieger gesetzt und nach 5,5 Stunden Flug mit ziemlich vielen Turbulenzen in San Francisco angekommen.




Marie

New York

Dienstag, 18.03.2014

Hallo meine Lieben,

die letzten Tage haben wir zusammen New York erobert. Unseren letzten gemeinsamen Stopp.
New York, eine wirklich tolle Stadt, die ich sehr mag.
Wo kann/soll man da nur anfangen. Ich war ja vor vier Jahren schon einmal da und trotzdem war ich sehr überrascht. Die Stadt hat sich in dieser Zeit wirklich verändert und trotzdem sieht sie immer noch aus, wie ich sie in Erinnerung habe.
Da man eigentlich so ziemlich alles in New York zwei oder drei Mal machen kann, ohne dass es langweilig wird, hatte ich auch absolut kein Problem damit, all die Sehenswürdigkeiten mit Til noch einmal abzuklappern. Und so ging es gleich nach unserer Ankunft im Hostel, welches im chinesischen Teil von Brooklyn lag, zum Times Square. Als wir dort ankamen, war es schon ziemlich dunkel und so sind einem die riesigen Werbetafeln gleich viel deutlicher ins Auge gesprungen. Nachdem wir dann noch einen Burger (was sonst?) zum Abendessen hatten, sind wir dann auch schon wieder zurück ins Hostel gefahren, dass für das wenige Geld, das wir dafür bezahlen mussten, ziemlich schön und komfortabel war.

Times Square

Am nächsten Morgen haben wir uns dann wieder auf den Weg nach Manhattan gemacht, um uns das mal von oben anzugucken. Es hieß: Ab aufs Rockefeller Centre. Von dort aus hatte man einen wirklich tollen Blick über die Stadt, der auch das Empire State Building enthielt. Wieder runter vom “Top of the Rock” haben wir zu Fuß ein wenig die Stadt erkundet. Wobei ein wenig wohl ein bisschen untertrieben ist. Uns hat es bis runter an die Südspitze gezogen.

Rockefeller Centre
Grand Central Station Grand Central Station von Innen Empire State Building

Auf dem Weg dorthin haben wir auch das 9/11
Memorial besichtigt, welches wirklich schön umgesetzt wurde. Diese Wasserfälle, die die Fundamente der beiden Türme hinunterstürzen, diese vielen Namen, die um die Becken herum eingraviert sind. Ein wirklich gelungenes Denkmal, was einem mal ein Gefühl dafür gibt, wie viele Menschen es damals wirklich waren.

Fundament des Südturms

Etwas nachdenklicher haben wir dann der Wallstreet und dem
Charging Bull auch noch einen Besuch abgestattet. Da es mittlerweile schon relativ spät war, war es dort auch ein wenig leerer als gewohnt. Man konnte sogar an den Bullen ran ohne sich durch riesige Menschenmassen kämpfen zu müssen.

  Wall StreetCharging Bull

Am Abend hat es uns dann noch ins „Dangerfields“ gezogen. Dank meiner bezaubernden Person (das kam zumindest vom Kartenverkäufer) haben wir zwei Karten zum Preis von einer bekommen und so einen ziemlich schönen und auch lustigen Abend in New Yorks ältesten Comedyclub verbringen können. Da gab es dann auch gleich noch ein Stückchen New York Cheesecake als nachträglichen Geburtstagskuchen für Til :)
Am darauffolgenden Tag ging es schon früh los. Dieses Mal zur Brooklyn Bridge. Von Brooklyn aus sind wir Beide über die Brücke auf Manhattan zugelaufen, was uns einen ziemlich guten Blick auf die Skyline dieses Stadtteils ermöglicht hat. Nach diesem Spaziergang mussten wir uns erst mal mit einem Hot Dog stärken. Das darf in New York natürlich auch auf keinen Fall fehlen. Genau wie Nüsse von einem der vielen Nussstände, die hier an fast jeder Ecke zu finden sind.

 
Manhattan BridgeBrooklyn Bridge  Leipzig in New YorkPolizisten bei der Arbeit!

Mit gefülltem Bauch sind wir dann zum Metropolitan Museum of Art gefahren. Ihr habt richtig gehört. Wir sind gefahren, da an diesem Tag das Wetter nicht ganz so gut wie an den vergangenen beiden Tagen war. Im Museum wurden dann erst mal unsere Taschen kontrolliert und nach dem Kauf der Karten durften wir uns dann auch die Ausstellungen zu Gemüte führen. Zuerst ging es in eine Fotografieausstellung über Paris, dann in die Ausstellung über Kunst des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, in eine Ausstellung über den arabischen Raum, wo hauptsächlich Perserteppiche zu finden waren und zum Schluss dann noch in die Musikinstrumentenausstellung. Während wir so durch die Räume geschlendert sind, ist uns aufgefallen, dass es anscheinend zur Pflicht geworden ist, sich vor möglichst vielen Gemälden zu fotografieren. Da mussten wir uns dann wohl oder übel einreihen. Nach unserem relativ langen Museumsbesuch hat es uns dann zur Neuen Galerie gezogen, wo wir im sehr schönen und gemütlichen Café Sabarsky ein Stückchen Schwarzwälder Kirschtorte gegessen und eine heiße Schokolade getrunken haben.
Später haben wir uns dann auf den Weg zum John Lennon Memorial und zum Dakota, dem Ort wo John Lennon einst gelebt hat und wo er erschossen wurde, gemacht. Auf dem Weg dorthin hat es allerdings fürchterlich angefangen zu regnen und wir sind ziemlich nass geworden. Was tut man nicht alles, um sich eine Stadt anzusehen? ;)
Nach einer kleinen Stärkung in Form von ziemlich leckerer Pizza ging es dann schon wieder zurück ins Hostel. Koffer packen, denn am nächsten Tag mussten wir ja schon wieder auschecken.

Selfie! Im Hintergrund: Kunst ;) Kakao und Kuchen John Lennon Memorial

Früh am Morgen ging es dann auch schon wieder los. Bevor wir Beide gefahren sind, wollten wir uns noch die Freiheitsstatue von etwas näher ansehen. Das haben wir dann auch gemacht, indem wir die Staten Island Ferry genommen haben. Die wohl günstigste Methode, um ohne teure Circle Line Cruise die Statue vom Wasser aus betrachten zu können. Ziemlich lustig fand ich dabei, dass unsere Taschen auf der Fahrt von Manhattan nach Staten Island nicht kontrolliert wurden, auf der Rückfahrt aber schon. Verrücktes New York.

Freiheitsstatue Manhattens Südspitze
Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Nicht nur von dieser Stadt, die ich so unglaublich schön und hässlich zugleich, so schnell und langsam, so laut und trotzdem so leise finde. Nein, auch von Til. Denn ab jetzt geht meine Reise wieder alleine weiter. Aber bald werden wir uns ja wieder sehen. Danke für diese schöne Zeit, die wir zusammen verbracht haben.

Marie

Boston

Samstag, 15.03.2014

Hallo meine Lieben,


nach Montreal ging es für uns in eine wirklich schöne Stadt. Nämlich nach Boston. Nach 3 von insgesamt 6 Stunden Busfahrt erreichten wir in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die amerikanische Grenze, wo wir von nicht besonders freundlichen Grenzbeamten empfangen wurden, die unter einem großen Schild an der Wand mit der Aufschrift “We are the face of our nation” unsere Koffer durchsuchten. Heimlich, still und leise habe ich mit dann auch gedacht, dass ich die Nation vielleicht doch gar nicht kennen lernen möchte, wenn die Grenzbeamten doch diese so perfekt verkörpern sollen. Zurück ging es aber nicht mehr und zurück wollte ich auch vorerst nicht und so sind Til und ich wieder in den Bus gestiegen und mit fast zweistündiger Verspätung am nächsten Morgen dann auch in Boston angekommen. U-Bahn-Karte gekauft und dann ab ins Hotel in Cambridge. Der Weg hat sich dabei ein wenig in Länge gezogen, da natürlich genau an dem Tag alle Gleise kontrolliert werden mussten und so aus 3o gleich mal 5o Minuten wurden. Nachdem wir erfolgreich im Hotel eingecheckt hatten, haben wir uns auf dem Weg zum Harvard Square gemacht und uns da Harvard mal ein bisschen genauer angesehen. Wirklich sehr schön da. Am Nachmittag haben wir uns dann mit Walter, einem Freund von Tils Familie, getroffen und er hat uns eine kleine, private Stadtrundfahrt gegeben. Nicht nur an diesem Tag, sondern auch an den anderen Tagen hat er sich als ziemlich guter Guide herausgestellt.


Harvard Hörsaal im MIT mit einer ahnungslosen Marie ;)

Freitag ging es für mich und Til dann nach Boston rein, wo wir ein bisschen am Hafen entlang spaziert sind, uns die Schiffe von der „Boston Tea Party“ angesehen haben, in einer Galerie waren und dann noch zu Fuß die Stadt, die uns wirklich sehr gut gefallen hat, ein wenig erkundet haben. Zwischendrin waren wir dann noch Cheesecake essen. Und wo geht man dafür hin, wenn man denn schon mal in den USA ist? Genau! In die Cheesecake Factory, wo es riesige und sehr leckere Kuchenstücke gibt.

  Schiffe der

Samstag haben wir Beide einen kleinen Ausflug nach Salem unternommen. Für diejenigen, die es nicht wissen: Salem ist bekannt als Hexenstadt, aber auch Piraten haben dort ihr Unwesen getrieben. Dementsprechend sind dort viele Museen zum Thema Hexenverfolgung und auch eines zum Thema Piraterie zu finden. Leider hatte fast alles geschlossen, da die Saison erst am 1. April wieder anfängt, was wir blöderweise in keiner Broschüre ausfindig machen konnten bevor wir dort angekommen sind. Eine kleine Ausstellung über die Geschichte der Hexen haben wir dann aber doch noch finden können. Nachdem wir unzählige kleine Läden mit Wahrsagern passiert haben, begutachteten wir dann noch den kleinen Hafen von Salem.

Friedhof in Salem

Sonntag hat uns Walter dann nach Lincoln mitgenommen. Eine Stadt ganz in der Nähe. Dort waren wir im „deCordova Museum“ und haben uns eine Contemporary Art Austellung angesehen. Doof nur, dass ich jedes Mal feststellen muss, dass diese Art von Kunst, zumindest für mich, herrlich nichts-sagend ist. Trotzdem eine interessante Erfahrung. Am Nachmittag zurück in Boston ging es dann noch ins „Museum of Fine Arts“, was schon viel eher meinem Geschmack entsprach und was ich auch sehr schön und interessant fand. Vor allem die Sonderausstellung über den Impressionismus hat es mir angetan. Abends hieß es dann schon wieder Abschied von Walter nehmen, da es für uns am nächsten Tag weiter nach New York ging.

Skulpturenpark in Lincoln Museum of Fine Arts

Bevor aber am Montag unser Bus gefahren ist, sind wir noch ein Stück auf dem Freedom Trail gewandert. Eine rote Linie auf dem Fußweg, die einen an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei führt.

State House Faneuil Hall Versammlungshalle in der Faneuil Hall

Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass wir in Boston eine sehr, sehr schöne Zeit hatten und das haben wir zu großen Teilen unserem netten Reiseführer zu verdanken. Danke dafür!

Marie

Montreal

Samstag, 08.03.2014

Hallo meine Lieben,

wie ich ja schon im letzten Blogeintrag erwähnt habe, sind wir am Montag nach Montreal gefahren. Dort sind wir gegen Abend angekommen und haben uns auf den Weg zu unserer neuen Unterkunft gemacht. Auch diese haben wir über Couchsurfing gefunden. Dieses Mal haben wir bei einem netten Paar gewohnt, die eine Brettspielbar besitzen. Dort haben wir auch gleich unseren ersten Abend verbracht. Abendbrot haben wir dort gegessen und für 5$ Gebühr hatten wir die Möglichkeit uns quer durch alle Spiele im Laden zu testen, die uns vom Game Master erklärt wurden. Da haben wir natürlich nicht „Nein“ gesagt. Die Idee einer solchen Bar ist an sich ziemlich cool und das „Randolphs“ ist ein sehr toller Ort an dem man viel Spaß haben kann – zumindest hatten wir den.

Am nächsten Tag haben wir uns dann auch schon die nächste Kirche angeguckt. Die „Église Notre-Dame”. Ebenfalls eine sehr schöne und sehr große Kirche, die sich wirklich gelohnt hat. Danach haben wir uns zu Fuß auf den Weg durch die Stadt gemacht, die man dieses Mal auch wirklich als große Stadt identifizieren konnte. Eben nicht der Charakter einer französischen Kleinstadt. Überall waren Hochhäuser zu sehen, aber auch kleine, romantische Gassen konnte man entdecken. Eben von allem etwas dabei. Auch nach Chinatown haben wir uns verirrt und da für relativ wenig Geld ziemlich leckeres und vor allem sehr viel Essen bekommen. Satt sind wir definitiv geworden.

Église Notre-Dame... ...von innen... ... mit Kapelle

Am nächsten Tag ging es dann auf den Mont Royal. Mit dem Bus dort angekommen, haben wir zuerst den Weg zur Spitze nicht gefunden und dank unseres unglaublichen Orientierungssinns sind wir sagenhafte 30 Minuten in die falsche Richtung gelaufen, bis uns der Weg ein wenig merkwürdig vorkam. Nach oben haben wir es dann aber trotzdem geschafft und einen tollen Blick über die Stadt gehabt. Nach dem Abstieg ging es dann auch gleich weiter. Und wer hätte es gedacht? Es ging zur nächsten Kirche. Das “ ”, welches von außen wesentlich schöner als von innen ist und in dem einem an jeder Ecke Bruder André, der Gründer dieser Kirche, begegnet ist. Sogar um sein ausgestelltes Herz und seinen Sarg sind wir, leider Gottes, nicht herumgekommen. Trotzdem war die Kirche recht interessant, wenn auch sehr kühl und modern gestaltet.
Nach diesem kleinen Ausflug hatten wir dann ziemlich Hunger und haben uns auf den Weg zu einem Restaurant gemacht, welches uns von unseren Hosts empfohlen wurde, um dort Poutine zu essen. Das sind einfach Pommes mit Gravy und ist z
iemlich kanadisch. Da kann ich ja Til nicht zurückfliegen lassen, ohne das einmal gegessen zu haben. Ein weiterer kleiner Spaziergang durch die Stadt folgte und dann haben wir uns auch schon wieder auf den Weg zu unserem Gepäck und dann zum Busbahnhof gemacht.

Blick über Montreal
L'Oratoire Saint-Joseph

                                       

 

Marie

Québec

Mittwoch, 05.03.2014

 

Hallo meine Lieben,

hier mein kleiner und etwas verspäteter Bericht über unsere sehr schöne Zeit in dem verschneiten Québec.
Am Montag kamen wir gegen Mittag an und haben uns natürlich gleich auf den Weg gemacht, um ein wenig die Stadt zu erkunden. Diese erinnert sehr an eine französische Kleinstadt mit verwinkelten Gassen, süßen Cafés und kleinen Geschäften.

Nach einem gemütlichen Spaziergang durch die Altstadt, einem Besuch in der Basilica Notre-Dame de Québec und einem längeren Aufenthalt in einem der Cafés ging es dann auch schon zu unserer Unterkunft.

   Basilica Notre-Dame de Québec  Wandgemälde und Basilica Notre-Dame Teil der Stadtmauer Ganzjährig geöffnet!
Blick auf Québec von Levis

Gewohnt haben wir übrigens bei einer sehr netten Familie in Levis. Das liegt auf der anderen Seite des Flusses direkt gegenüber von Québec. Was für uns natürlich hieß, dass wir sehr viel Fähre fahren mussten, was eigentlich recht schön war - vor allem wenn abends die Altstadt beleuchtet war.
Die Familie hat uns auch gleich einen Tipp für den nächsten Tag gegeben: Das Hôtel de Glace. Ein Hotel welches komplett aus Eis und Schnee gebaut wird und das jedes Jahr aufs Neue. Dort hatten wir die Möglichkeit uns die ganzen unterschiedlichen Zimmer anzusehen, welche nach verschiedenen Themen gestaltet waren. So gab es zum Beispiel eine Hockey Suite, eine Isis Suite und auch eine Eiskapelle war vorhanden. Wirklich sehr beeindruckend und schön umgesetzt. Allerdings auch ziemlich kalt. So wie in unserer gesamten Zeit in Quebec. Hauptsächlich lag es aber an dem starken Wind, der uns um die Ohren blies und unsere Gesichter in Sekundenschnelle taub werden lies. Trotz dessen ging es am nächsten Tag in die Natur. Angesehen haben wir uns die Montmorency Falls. Nicht ganz so groß wie die Niagara Fälle, aber trotzdem unheimlich schön und auch viel weniger zugefroren. Nachdem wir uns von Wassertropfen berieseln lassen haben und zumindest ich aussah wie die Eisprinzessin höchstpersönlich, ging es dann noch auf eine kleine Wanderung in den „Park national de la Jaques-Cartier“ und dann auch schon zurück nach Hause, um uns aufzuwärmen und zu trocknen.

Hôtel de Glace Montmorency Falls

Montags ging es früh los. Unser Gepäck haben wir, da wir gegen Mittag mit dem Zug nach Montreal gefahren sind, am Bahnhof eingeschlossen und haben uns dann schnell auf den Weg zum Parlamentsgebäude von Québec gemacht, das wir uns eigentlich schon viel früher ansehen wollten. Leider hat dies aber nicht funktioniert, da in dieser Stadt, zumindest im Winter, alles gegen 16-17 Uhr schließt. Der zweite Versuch hat sich aber wirklich gelohnt. Es ist ein sehr schönes und detailreiches Gebäude, das wir in einer kleinen geführten Tour erkundet haben. Einige unserer geplanten Aktivitäten konnten wir leider nicht machen, da es im Winter einfach nicht möglich ist (z.B. die Stadtmauer) oder alles schon recht früh schließt. Trotzdem haben wir vieles von der Stadt gesehen und auch wenn wir nicht alles geschafft haben, haben wir doch zumindest die Häuser von außen bewundern können.

Das Parlament........ von innen. Bahnhof

 

Marie

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.